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Frühjahrsbotenlehrgang am Samstag, 18.04.2026 in Auerbach bei Amberg

Am Samstag, 18.04.2026 fand in Auerbach bei Amberg der Frühjahrsbotenlehrgang des Wasserwachtbezirks Niederbayern/Oberpfalz statt. die GNU-Bezirksausbilder Heidi Schauer-Köckeis und Jürgen Tauer waren mit Ausbilderin Erika Kröll, sowie Ausbilder-Anwärtern Nico Pilz um 09:30 Uhr nach Auerbach angereist und vom KWW-Vorsitzenden Ernst Schalander recht herzlich begrüßt worden. Heidi Schauer-Köckeis begrüßte anschließend die 26 Teilnehmer aus den Kreiswasserwachten Schwandorf, Weiden, Landshut, Neumarkt und Amberg-Sulzbach.
Mit einer PowerPoint Präsentation stellten Heidi Schauer-Köckeis und Jürgen Tauer typische Frühjahrsboten vor. Tauer teilte dann die Teilnehmer in drei Gruppen auf und gemeinsam spielte man das Quiz „Der große Preis“, bei dem die Teilnehmer zeigen konnten, wie gut sie vorher aufgepasst hatten. Zuletzt stellte das Ausbilderteam des BV dann den Teilnehmern die mitgebrachten Unterrichtsmaterialien zu den Frühjahrsboten, sowie den Naturwahlen des Jahres, mit Memory, Bastelanleitung für zwei Würfel, und Hand-Outs vor. So haben die Teilnehmer schon mal einen Grundstock für eine interessante Gruppenstunde erhalten.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen, das Bestens organisiert war ging es dann raus in die Natur. Bei herrlichem Frühsommerwetter fuhr man zum NSG Grubenfelder Leonie, wo auch Führer Wolfgang Wiesent vom LBV bereits auf die Wasserwachtler wartete. Von dort aus marschierte man gemeinsam zu der Auerochsenherde. Wiesent erzählte den Wasserwachtlern alles Interessante zu den Heckrindern sowie den Exmoorpferden die zusammen das 87,3 ha Wald- und Offenland beweiden. Dieses beherbergt etwa 570 Tier- und Pflanzenarten, von denen über 100 Arten auf der Roten Liste Bayerns stehen. Gleich zu Beginn entdeckte Erika Kröll einen Laubfrosch, der sich bereitwillig fotografieren ließ. Ein besonderes Highlight war dann der Moment als man zusammen mit Wolfgang Wiesent in das Gehege zu den Auerochsen marschierte und dort die Fauna und Flora hautnah zu erleben. Bis auf wenige Meter kam man dann den teils imposanten Heckrindern. Interessant waren die vielen Absenkungen und Verwerfungen im Gelände, was auf den Abbau des Eisenerzes in der Grube Leonie bis Mitte der 80er Jahre zurückzuführen war. Teils mit Wasser gefüllt beherbergen sie seltene Amphibienarten wie Gelbbauchunke und Kammmolch. Auf den weiter oben gelegenen Trockenmagerrasenflächen beeindruckte vor allem die violett blühende Küchenschelle aber auch die im Herbst blühende Silberdistel konnte noch entdeckt werden.
Nach fast zwei Stunden war man dann wieder zurück am Ausgangspunkt, wo sich Ernst Schalander bei Wolfgang Wiesent mit einem Geschenk für die äußerst interessante Führung durch das Naturschutzgebiet bedankte. Jürgen Tauer überreichte dann zusammen mit Heidi Schauer-Köckeis die Teilnahmebestätigungen. Alle waren sich abschließend einig, mit diesem Frühjahrsbotenlehrgang ein Stückchen Natur kennenlernen durfte, dass jedem noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.

Hier der Link zu den Bildern